Alte Schmiede Kunstverein Wien

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6:30 PM - Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (1 und 2)
8:00 PM - Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (3)
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7:00 PM - Reihe Textvorstellungen
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7:00 PM - WELTBEFRAGUNG – ILIJA TROJANOW
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Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (1 und 2)
21 Mai
21.5.2015    
18:30 - 20:30
AS
  • Literaturveranstaltungen
Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen: GERALD GANGLBAUER (Ursprung, Stmk.) ICH BIN EINE REISE. Eine autobiographische Montage (gangan, 2014) • KARIN SPIELHOFER (Wien) [...]
Weitere Informationen
Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (3)
21 Mai
21.5.2015    
20:00
AS
  • Literaturveranstaltungen
HELMUTH SCHÖNAUER (Innsbruck) TAGEBUCH EINES BIBLIOTHEKARS I. 1982–1998 (1. von 5 Bänden, Sisyphus Verlag, 2015) • MARKUS KÖHLE (Wien) Einleitung und Moderation
Weitere Informationen
Reihe Textvorstellungen
27 Mai
27.5.2015    
19:00
AS
Reihe Textvorstellungen: Lesungen, Diskussion • Motto: Nähe, Distanz und Geheimnis • Redaktion und Moderation: MICHAEL HAMMERSCHMID • KLAUS RATSCHILLER (Wien) An deiner Stelle. Roman (edition [...]
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WELTBEFRAGUNG – ILIJA TROJANOW
28 Mai
28.5.2015    
19:00
LQ
  • Literaturveranstaltungen
2. Gespräch: STEPHAN SCHULMEISTER (Wirtschaftswissenschaftler, WIFO) zum Thema FINANZAKROBATIK • in Zusammenarbeit mit der »ersten österreichischen Boulevardzeitung« AUGUSTIN
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Veranstaltungen am 21.5.2015
21 Mai
Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (1 und 2)
21 Mai 15
Wien
21 Mai
Literarische Selbstverfassungen – drei Anläufe in drei Lesungen (3)
21 Mai 15
Wien
Veranstaltungen am 27.5.2015
27 Mai
Reihe Textvorstellungen
27 Mai 15
Wien
Veranstaltungen am 28.5.2015
28 Mai
WELTBEFRAGUNG – ILIJA TROJANOW
28 Mai 15
Wien
Veranstaltungen » … bin ich aus sprache oder nicht – Elfriede Gerstl (1932–2009)

8. Juni 2017 By KVAS

… bin ich aus sprache oder nicht – Elfriede Gerstl (1932–2009)

8.6.2017
Do., 11:00
AS

… bin ich aus sprache oder nicht – Elfriede Gerstl (1932–2009)

Tagung des Vereins Neugermanistik (Universität Wien) – Konzept und Durchführung: Univ.-Prof. Dr. KONSTANZE FLIEDL (Universität Wien), Dr. CHRISTA GÜRTLER (Universität Salzburg)

11.00: Eröffnung der Tagung

11.15: Gisela Steinlechner (Wien): Zu Elfriede Gerstls frühen Texten

12.00: Alexandra Millner (Wien): Berechtigte Fragen. Elfriede Gerstls Hörspiele

14.30: Manfred Glauninger (Wien): Zur (literarischen) Medialität des »Wienerischen« bei Elfriede Gerstl

15.15: Ryszard Wojnakowski (Krakau): Elfriede Gerstl – eine Herausforderung wie immer?

16.30: Katharina Serles (Dresden): »bin abwesend anwesend« – (K)eine Gerstl-Revue

Der 85. Geburtstag von Elfriede Gerstl, einer der wichtigsten Schriftstellerinnen der österreichischen Literatur nach 1945, und die Herausgabe des fünften und letzten Bandes der Werkausgabe sind Anlass, sich aus verschiedenen Perspektiven mit ihrem singulären Werk zu beschäftigen. Erstmals kann man im fünften Band einen Blick in ihre Schreibwerkstatt werfen – ihr Nachlass enthält eine große Zahl an unveröffentlichten Blättern und Notizbüchern. Behutsam wurde aus jenen Texten, die nicht bloß Fragment geblieben sind, eine Auswahl aus Lyrik, Prosa, Träumen und »Denkkrümeln« getroffen.

Die Vorträge der Tagung beschäftigen sich mit bisher wissenschaftlich noch wenig erforschten Fragestellungen wie dem »Wienerischen« bei Gerstl, der Übersetzbarkeit ihrer Texte, der medialen Repräsentation von Person und Werk, ihrem erstmals veröffentlichten Frühwerk. Nach der Präsentation des fünften Bandes soll in einem Podiumsgespräch diskutiert werden, ob und wenn ja in welcher Weise »Das vorläufig Bleibende« neue Lesarten und Positionierungen Elfriede Gerstls ermöglicht.

Konstanze Fliedl, *1955 in Linz, Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien, Herausgeberin der historisch-kritischen Ausgabe des Frühwerks von Arthur Schnitzler.

Christa Gürtler, *1956 in Linz, Literaturwissenschafterin, Literaturkritikerin und Literaturvermittlerin in Salzburg, gemeinsam mit Martin Wedl Herausgeberin der Elfriede-Gerstl-Werkausgabe.

Manfred Glauninger, *1964 in Graz, Universitätsdozent für Sprachwissenschaft an der Germanistik, Universität Wien, Forschungsschwerpunkte u.a. Dialekte und das Wiener Deutsch.

Alexandra Millner, *1968, Literaturwissenschafterin und -kritikerin, Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Wien, FWF-Projekt Albert Drach, Werke Studienausgabe III, Dramen – Hörspiele – Essays – späte Prosa.

Katharina Serles, *1987, Literaturwissenschafterin, seit 2016 künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für bildende Künste in Dresden, Forschungsschwerpunkte: Literatur und Bildende Kunst, Graphic Novels.

Gisela Steinlechner, *1961 in Tirol, lebt als freiberufliche Kulturpublizistin und Literaturwissenschafterin in Wien; Forschungsschwerpunkte: Literarische Moderne, Ästhetik der Avantgarden.

Ryszard Wojnakowski, *1956, lebt als Übersetzer deutschsprachiger Literatur (u.a. Heinrich Böll, Wolfgang Hilbig, Edgar Hilsenrath) in Krakau; seit 2014 arbeitet er an einer Übersetzung von Gedichten Elfriede Gerstls.

Elfriede Gerstl, *1932, †2009 in Wien; überlebte als jüdisches Kind die NS-Zeit in mehreren Verstecken. Einige Semester Medizin- und Psychologiestudium, pendelte in den 60er Jahren zwischen Berlin und Wien, lebte ab 1968 wieder ständig in Wien. 1999 Erich-Fried-Preis, 2004 Georg Trakl-Preis, 2007 Heimrad-Bäcker-Preis. Fünfbändige Werkausgabe im Droschl Verlag: 1: Mittellange Minis. Werke 1962–1977 (2012); 2: Behüte behütet. Werke 1982–1993 (2013); 3: Haus und Haut. Werke 1995–2009 (2014); 4: Tandlerfundstücke (2015); 5: Das vorläufig Bleibende (2017).

Elfriede Gerstl hasst alles Prätentiöse und Pathetische wie die Pest. (…) Eine Meisterin des Minimalismus, die den Diminutiv zur künstlerischen Methode gemacht hat. (Daniela Strigl im Falter)

Heimito von Doderer errichtete Elfriede Gerstl ein Denkmal in seinem Roman Die Merowinger, und zwar mit der Figur einer jungen Dame, namens Elisabeth Friederike Krestel, die ursprünglich sogar Medizin und Psychologie studiert hatte: Schließlich erfuhr er, daß sie selbst schreibe, und sein Entzücken kannte keine Grenzen, als er ihre kleinen, ja, miniaturen Erzählungen las, die mit meisterlichem Geschick und einer an’s Höllische grenzenden Bosheit einzelne Fäden aus dem Geweb des Lebens zupften, die Fräulein Krestel dann zu teuflischen Knödelchen zu rollen verstand, solchen, wie man sie im Magen tollwütiger Hunde findet. Später hatte sie dann ganz dem Schriftstellerberufe sich zugewandt und es darin zu Ansehen gebracht. (Heimito von Doderer, Die Merowinger, 1962)


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